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Badia a Coltibuono

 

 

Schon seit fast einem Jahrtausend ist der Name Badia a Coltibuono fest mit der Erzeugung von Qualitätsweinen verbunden. Von dem an den höchsten Erhebungen des Chianti in einer “alles überragenden” Position gelegenen Gut in der Gemeinde Gaiole in Chianti überblickt man das Arnotal im Osten und einen großen Teil des Chianti-Gebietes im Südwesten in Richtung Monti in Chianti, wo die eigenen Rebflächen angesiedelt sind. Der von jahrhundertealten Wäldern umgebene Klosterkomplex, der im 19. Jahrhundert in einen landwirtschaftlichen Betrieb umgewandelt wurde, stellt heute eines der interessantesten Güter der Toskana dar. Die für ihre Weine berühmte Badia a Coltibuono ist ein Unternehmen mit klarer Struktur, das neben Wein auch ein Restaurant, einen Direktverkauf und Agriturismo betreibt, sowie Kochkurse anbietet. Zum Besitz gehören ca. 924 ha, davon 73 ha Rebfläche und 18 ha Olivenhaine. Bestockt sind die Weinberge zu 85% mit Sangiovese-Reben und mit 15% ergänzenden Sorten. Trebbiano- und Malvasia-Trauben für den Vin Santo del Chianti Classico wachsen auf einer 3 ha großen Rebfläche. Vor ca. 1000 Jahren gründeten die Mönche von Vallombrosa Badia a Coltibuono, die „Abtei der guten Ernte“ als einen Ort der Ruhe und Besinnung. Ihr Ursprung geht jedoch bis in die Zeit der Etrusker zurück, die bereits vor mehr als 2000 Jahren an diesem Ort siedelten. Die Vallombrosa-Mönche, die einem Benediktiner-Orden zugehörten, hatten im Jahre 1051 begonnen das Kloster zu erbauen und gleichzeitig bereits mit der Anpflanzung von Weinbergen in der Gegend des oberen Chianti begonnen. Im Laufe der Jahrhunderte dehnten sie ihren riesigen Landbesitz immer weiter aus und entwickelten eine umfangreiche Weinproduktion mit einem blühenden Weinhandel. Im 15. Jahrhundert erlebte Coltibuono nochmals einen wirtschaftlichen Aufschwung und gelangte unter der Schutzherrschaft von Lorenzo de‘ Medici zu Wohlstand und Blüte. Als die Toskana im Jahre 1810 unter der Herrschaft Napoleons stand, mussten die Mönche die Abtei verlassen, und das Kloster wurde entweiht. In den darauffolgenden Jahren wurde der Besitz zuerst in einer Lotterie veräußert bis im Jahre 1846 der florentinische Bankier Michele Giuntini, Großvater des heutigen Besitzers Piero Stucchi Prinetti, das Anwesen kaufte. Unter der Führung von Piero Stucchi Prinetti ist der landwirtschaftliche Betrieb gewachsen und konnte sich sowohl in Italien als auch im Ausland behaupten. Tochter Emanuela und die Söhne des Hauses, Roberto, Paolo und Guido, setzen heute das Werk fort, das ihre Vorfahren vor mehr als einem Jahrhundert begonnen haben.



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Vollmundiger, harmonischer Wein mit blumig-fruchtigem Bouquet.

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