Die Weinflasche
Die Glasflasche unterstützt die Qualität des Weins. Erst durch sie wurde der Wein zum edlen Genussmittel, denn sie schützt, konserviert und ermöglicht Reifung und Alterung. Glas ist geschmacksneutral und hält durch die grüne oder braune Färbung UV-Strahlen ab.
Als Werkstoff war Glas schon in der Bronzezeit bekannt, Gefäße aus Glas gab es erstmals in der Römerzeit. Die ersten Flaschen zur Lagerung und den Transport von Wein wurden in Venedig hergestellt, und zwar im 14. Jahrhundert, der Blütezeit der venezianischen Glasindustrie. Damals war Glas wie Gold und Silber ein Zeichen für Reichtum. Da es sehr dünn und zerbrechlich war, wurde es mit Bast umflochten. So entstanden die ersten „Fiaschi“ – Korbflaschen. Die erste stabile Weinflasche wurde 1640 in Newcastle erfunden. Nur guter Wein wurde in Flaschen abgefüllt, schlechtere Qualitäten in Tonkrügen, Holzfässern oder Zinnkannen aufbewahrt.
Das Frontetikett ziert den Wein und enthält wichtige und streng vorgeschriebene Angaben zum Inhalt: Bezeichnung, Jahrgang, Erzeuger, Weinbaugebiet, Alkoholgehalt sowie Flascheninhalt.
Das Rücketikett gilt als „inoffiziell“ und gibt dem Winzer die Möglichkeit, zusätzliche Informationen für den Weintrinker unterzubringen, wie z. B. bei welcher Temperatur der Wein getrunken werden soll und zu welchen Gerichten er besonders empfehlenswert ist. Oft findet man dort auch Details zu den verwendeten Rebsorten oder darüber, wie der Wein ausgebaut wurde.
Der Flaschenhals ist das praktischste Detail der Flasche, denn er hält die Kontaktmöglichkeit zwischen Luft und Wein klein und ermöglicht es, einen Korken als Verschluss zu verwenden.
Der Korken ist nahezu luftundurchlässig und schmiegt sich eng an den Hals, damit keine Flüssigkeit austreten kann. Gute Korken halten bei ausreichender Luftfeuchtigkeit mindestens 25 Jahre lang.
Die Kapsel ziert die Flasche, zeigt deren Unversehrtheit und verhindert bei längerer Lagerung die Verdunstung des Weins.
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