Chianti

Italienischer Rotwein - Chianti

Italien ist weltweit bekannt für seine hervorragenden Weine und einer der bekanntesten Weinanbaugebiete des Landes ist zweifellos das Chianti-Gebiet in der Toskana. Chianti ist eine Region, die sich zwischen den Provinzen Florenz, Siena und Arezzo erstreckt und für ihre charakteristischen Weine aus der Sangiovese-Traube bekannt ist.

Chianti-Weine gibt es in verschiedenen Qualitätsstufen, von einfachen Tafelweinen bis hin zu edlen Tropfen, die in Barrique-Fässern gelagert wurden. Die wichtigsten Klassifikationen sind Chianti, Chianti Classico, Chianti Rufina und Chianti Colli Senesi.



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Chianti aus Italien

Chianti Classico ist die bekannteste und prestigeträchtigste Klassifikation. Um diesen Titel zu tragen, müssen die Weine aus Trauben hergestellt werden, die ausschließlich aus dem historischen Chianti-Gebiet stammen. Sie müssen auch bestimmte Standards erfüllen, wie eine Mindestreifezeit von 12 Monaten in Eichenfässern und eine Mindestalkoholkonzentration von 12%.

Chianti-Weine haben eine rubinrote Farbe und ein ausgeprägtes Aroma von Kirschen und Beeren. Im Geschmack sind sie trocken und vollmundig, mit einer leichten Säure und einem angenehmen Tannin-Gehalt. Diese Eigenschaften machen Chianti-Weine zu einem hervorragenden Begleiter für viele Gerichte der italienischen Küche, wie zum Beispiel Nudelgerichte mit Fleischsauce, gegrilltes Fleisch und reifem Käse.

Die Tradition des Chianti-Weins geht zurück auf das 13. Jahrhundert, als die Sangiovese-Traube erstmals in der Toskana angebaut wurde. Im 18. Jahrhundert wurde der Wein in den internationalen Handel eingeführt und bald von Weinkennern in ganz Europa geschätzt. Heute ist Chianti eine der bekanntesten Weinmarken weltweit und ein wichtiger Wirtschaftszweig für die Toskana.

Viele Kenner kannten schon als Kinder die "Chianti-Flaschen": Sie steckten Kerzen in vielen Farben auf die bauchigen Bouteillen und ließen das Wachs beim Hinunterlaufen hart werden - später sollte das bunte Ergebnis dann stets eine Erinnerung sein an das Chianti, die schöne Gegend inmitten der Toskana, und den Chianti, den Rotwein aus eben dieser Gegend, die rund ein Drittel der Toskana umfasst - wobei diese Korbflaschen bezeichnenderweise "Fiasco" hießen und wenig mit dem heutigen Chianti zu tun hatten. Der muss nämlich grundsätzlich in der klassischen Bordeauxflasche angeboten werden. Ihm sollen bis zu 30 Prozent der weißen Trebbiano- und Malvasia-Trauben nach den DOC-Regeln (kontrollierte Ursprungsbezeichnung) zugesetzt werden, was zuweilen für einen Rotwein als zu viel empfunden wird. Andere Winzer verwenden ausschließlich Sangiovese-Trauben sowie Cabernet Sauvignon und lassen den Wein zwei Jahre lang in kleinen Eichenfässern reifen. Am besten ist eine Reise durch diese Region, in der das berühmte Rebengewächs seit 3000 Jahren wurzelt. Seinen Namen hat der Chianti seit rund 300 Jahren.