Montepulciano

So erkennen Sie den Weinkenner garantiert: Sie brauchen nur das Wort "Montepulciano" auszusprechen, und schon beginnt der Connaisseur zu strahlen. Was bereits im 17. Jahrhundert der Dichter Redi in seinem Weinpoem "Bacchus in der Toskana" schrieb, gilt bis heute: "Der Monepulciano ist der König aller Weine." Er wächst in der gleichnamigen Stadt in der südöstlichen Toskana in der Provinz Siena, deren Renaissancebauten die Touristen lieben. Doch selten reisen sie nur wegen der Palazzi und der Kathedrale hierher, sondern wegen des bekannten Rotweins. Er ist kräftig und trocken und besteht aus den Rebsorten Prugnolo gentile, einer Sangiovese-Mutante, Canaialo nero, Malvasia del Chianti sowie etwa acht Prozent der Weißweinrebe Pulcincolo. Kenner lassen den Montepulciano erst reifen; dann verschwindet auch der anfänglich etwas ausgeprägte Gerbsäure-Nachgeschmack. Nach drei Jahren Lagerung wird der feine Tropfen zum Riserva, nach vier Jahren zum Riserva speciale. Ist er erst einmal acht bis zehn Jahre alt, dürfen die Winzer ihn "Vino Nobile de Montepulciano" nennen.
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